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Ihr schlüsselfertiges Massivhaus für nur € 79.000,--.
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Stein auf Stein in 3 Monaten Bauzeit für nur € 85.000,--.
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Massivhäuser...einschließlich einer Einbauküche im Wert von €
10.000,--.
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Wohnen in den eigenen Wänden für nur € 688,-- monatlich. (Kein
Eigenkapital notwendig)
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€ 135.000,-- ab Bodenplatte bzw. Kellerdecke.
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Sonderaktion! 20% Preisnachlass bis zum 10.10.20xx
und dies sind nur einige Beispiele.
Fakt
ist: Niemand hat etwas zu verschenken. Um ein Unternehmen wirtschaftlich
zu führen muss man Gewinn erzielen. Andernfalls kann man die Türen
seiner Firma schneller wieder abschließen als das man sie geöffnet
hat.
Was steckt denn nun hinter solchen Angeboten? Wer sich einmal einige
Minuten Zeit, einen Taschenrechner und ein Stück Papier nimmt, kommt
mit ein wenig klarem Menschenverstand - kaufmännisches Denken ist noch
nicht einmal gefragt - schnell dahinter, dass irgendwas nicht stimmen
kann.
Nehmen
wir mal das Massivhaus für € 79.000,-- und gehen wir nur
einmal davon aus, dass Ihr Massivhaus wirklich in 3 Monaten erstellt
wird. Beteiligt am Bau eines solchen Hauses sind u. a. der Rohbauer, der
Zimmermann, der Dachdecker, der Heizungsinstallateur, der
Sanitärinstallateur, der Metallbauer, der Elektriker, der Innenputzer,
der Estrichleger, der Fliesenleger, der Natursteinlager, der Schreiner
und noch einige Personen mehr. Gehen wir weiter davon aus, das der
Rohbauer mit 4 Bauhandwerkern 1 Monat (20 Arbeitstage) lang den Rohbau
erstellt. Der Zimmermann 2 Tage mit 3 Mitarbeitern den Dachstuhl, der
Dachdecker mit 2 Mitarbeitern das Dach in nur einem Tag deckt, der
Heizungsinstallateur und der Sanitärinstallateur mit 3 Mitarbeiter in 6
Arbeitstagen die gesamte Rohinstallation und später auch noch die
Fertiginstallation erstellt...usw.
Der Rohbauer hat in diesem Zeitraum folgende Arbeitsleistung erbracht:
20 Arbeitstage x 4 Handwerker x 8 Std/Tag x € 35,--/ Stunde/Arbeiter =
€ 22.400,--
Der Zimmermann hat in diesem Zeitraum folgende Arbeitsleistung erbracht:
3 Arbeitstage x 3 Handwerker x 8 Std/Tag x € 35,--/ Stunde/Arbeiter =
€ 2.520,--
Der Dachdecker hat in diesem Zeitraum folgende Arbeitsleistung erbracht:
1 Arbeitstag x 2 Handwerker x 8 Std/Tag x € 35,--/ Stunde/Arbeiter =
€ 560,--
Der Sanitär- und Heizungsinstallateur hat in diesem Zeitraum folgende
Arbeitsleistung erbracht:
6 Arbeitstag x 3 Handwerker x 8 Std/Tag x € 35,--/ Stunde/Arbeiter =
€ 5040,--
usw...
Sie sehen: Allein bei diesen 5 Gewerken kommen wir auf Lohnkosten von
€ 30.520,--, bei einem Stundensatz von € 35,--. Und € 35,-- sind
nicht etwa hoch angesetzt - dies kann wohl jeder bestätigen, der schon
einmal Handwerker mit der Reparatur einer bestimmten Sache beauftragt
hat. Was fehlt den jetzt noch in der Rechnung? Das Material! Gehen wir
hier davon aus, das - konservativ gerechnet - der Rohbauer, der
Zimmermann, der Dachdecker und der Sanitär- und Heizungsinstallateur
einen Warenwert von € 30.000,-- in der Arbeitszeit verbaut haben,
sieht die Rechnung schon, wie folgt aus:
Arbeitslohn: € 30.520,-- + Warenwert € 30.000,-- = € 60.520,--
Was jetzt noch fehlt ist: Der Elektriker, der Innenputzer, der
Estrichleger...und selbstverständlich das Material das die Handwerker
verbauen sollen und nicht zu vergessen: Der Gewinn! Denn ohne Gewinn zu
erwirtschaften kann kein Unternehmen - und sei es noch so klein -
überleben.
Gehen
wir davon aus, dass Sie ein Unternehmen gefunden haben, dass die
marktwirtschaftlichen Gesetze erfolgreich ignoriert und Ihnen verspricht
Ihr Massivhaus in 3 Monaten Bauzeit zu erstellen:
Ein kleines Rechenbeispiel ausgehend von 3 Monaten Bauzeit (60
Arbeitstage):
Jede Betondecke und die Bodenplatte sollte, bevor diese belastet wird
mindestens 3 Tage ruhen. Macht bei einem 1½ geschossigen Haus
einschließlich Bodenplatte 9 Tage. Bleiben also noch 51 Arbeitstage.
Der Rohbauer ist ein Schneller und benötigt für den kompletten Rohbau
nur 15 Arbeitstage. Bleiben also noch 36 Arbeitstage. Zimmermann
und Dachdecker benötigen 5 Arbeitstage, der Sanitär- und
Heizungsinstallateur benötigen 6 Arbeitstage, der Innenputzer benötigt
4 Arbeitstage, der Estrichleger benötigt 2 Arbeitstage. Bis jetzt haben
wir also 41 Arbeitstage benötigt. Es verbleiben also noch 10
Arbeitstage für den Elektiker, Außenputzer, Fliesenleger, Metallbauer
etc. Etwas knapp - und getrocknet ist der Innenputz und der Estrich auch
noch nicht so richtig.
Was
hat es denn nun mit der Einbauküche im Wert von € 10.000,--
auf sich?
Kein Unternehmen wird Ihnen eine Einbauküche schenken - und schon gar
nicht im Wert von € 10.000,--. Natürlich sind diese € 10.000,--
irgendwo im Verkaufspreis einkalkuliert.
...aber
€ 699,-- monatliche Belastung bei einem Preis für mein
Massivhaus von € 150.000,-- klappt doch, oder?
Ihr Massivhaus zum Preis von € 140.000,-- zuzüglich € 10.000,--
Baunebenkosten mit einer Finanzierung zu 4,5% zuzüglich 1% Tilgung per
anno. Macht also in der Tat eine monatliche Belastung von € 688,--.
Der Haken? Sie besitzen ein Grundstück und müssen hierfür nichts
bezahlen? Strom erzeugen Sie Eigenleistung, Gas für die Heizung im
Winter benötigen Sie nicht, Wasser sprudelt aus einer Quelle auf Ihrem
eigenen - kostenlos erworbenen - Grundstück? Der Zins von 4,5 % per
anno bleibt bis zur vollständigen Entschuldung in ca. 30 Jahren immer
gleich? Sie sehen: All das wurde nicht berücksichtigt. Eine vollkommen
illusorische Vorstellung.
€
135.000,-- ab Bodenplatte bzw. Kellerdecke.
Leider ist es nun mal so, dass Bodenplatte und Keller Geld kosten
und bezahlt werden müssen. Die wenigsten Bauherren können eine
Bodenplatte oder gar einen Keller in Eigenleistung erstellen. Stellen
Sie sich hierzu bitte einmal folgende Situation vor: Sie hatten ein
Komplettangebot einschließlich Keller von Anbieter A für €
175.000,--. Anbieter B macht Ihnen ein Angebot ohne Keller für €
135.000,--. Sie machen einen Vertrag mit Anbieter B für € 135.000,--
und machen sich auf die Suche nach einem Bauunternehmer für den Keller
und einem Erdbauer für die Erdbauarbeiten. Beides zusammen für die
verbleibenden € 40.000,-- zu finden könnte klappen - muss aber nicht.
Aber das eigentliche Problem ist ein anderes: Wer übernimmt den die
Gewährleistung für das gesamte Bauwerk? Im Falle eines Falles wird Ihr
Baubetreuer die Verantwortung auf den Kellerbauer schieben. der
Kellerbauer sieht sich aber auch nicht in der Schuld und schiebt
seinerseits die Verantwortung auf den Baubetreuer. Leidtragender bei
dieser Auseinandersetzung ist der Bauherr - nämlich Sie. Das zuvor
eventuell eingesparte Kapital geht bei langwierigen Gerichtsprozessen
und Gutachterkosten schnell dahin.
Sonderaktion!
20% Preisnachlass bis zum 10.10.20xx...
würde doch nichts anderes bedeuten, als das der ursprünglich
kalkulierte Hausverkaufspreis schon mindestens 20% überhöht war. Kein
Unternehmen gibt auf sein seriös kalkuliertes Produkt 20%
Preisnachlass.
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